Ausstellung in der Helios-Klinik Idstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit dem 21. Oktober hängen die Bilder der 3. Ausstellung der Fotofreunde in der Helios-Klinik.

 

Das neue Thema - wieder für 6 Monate in der Ausstellung - lautet "Wald" und wird in ganz unterschiedlichen Interpretationen dargestellt.

 

Peter Sachs - Moor - 2016

 

Patrizia Klossek - Frühling kommt - 2017

 

Georg Bast - Baumstapel -2018

 

Sturm "Erik" hat am 1. August 2017 im Idsteiner Wald gewütet und für
viele umgestürzte Bäume gesorgt. Der städtische Bauhof hat die
Baumstämme im Laufe des Jahres 2018 fein säuberlich am Waldweg in
Stapeln abgelegt. Dieser von Bäumen eingerahmte Stapel hatte es mir
angetan.Das Foto ist rund ein Jahr nach dem Unwetter entstanden, wobei
man den verbliebenen Laubbäumen den heißen Sommer und die extreme
Trockenheit kein bisschen ansieht.

 

Detlef Bielohlawek - Begegnung am Morgen - 2018

 

Entschuldigung! Ja, ich gebe es zu. Es ist eine Fotomontage!
Als ich das reine Waldbild begutachtete, störte mich der dunkle Bereich in der Mitte. Da kam mir die Idee, das Rehkitz zu montieren. Jetzt gefiel mir das Bild wirklich besser. Aber meine Montage beweist mal wieder: Traue keiner Fotografie, die Du nicht selbst verändert hast.

 

Holger Ströder - Bergwald am Teide- 2015

 

Auf Teneriffa gibt es unglaubliche Kontraste. Am Meer die Touristenzentren mit ihren Bettenburgen und dann wieder fast menschenleere Landschaften.  Man fährt bei 25°C los und erreicht keine halbe Stunde später die Waldgrenze auf über 2000m am Teide und ist froh eine dicke Jacke dabei zu haben.

 

Alexander Siklinski - Hexenwald auf Rügen - 2018

 

In bizarren Verrenkungen schrauben sich die Stämme und Äste der Bäume in die Luft. Als würden sie sich aus Schmerz krümmen und winden. Aber vielleicht tanzen sie auch einfach nur, wild und frei, bar jeder Dramaturgie? Dass die bizarren Formen dieser so genannten Süntelbuchen nicht dem Märchen entspringen, sondern einer Mutation, mag man da gar nicht so gern hören. Viel lieber lässt man doch der Fantasie freien Lauf, während man wie angewurzelt da steht und kleine Schauer über den Rücken jagen.

Die 10 sogenannten Krüppelbuchen sind eine sehr seltene Mutation der "Fagus sylvatica var. suentelensis" und wurden 1920 gepflanzt. Die Süntelbuchen können ein Alter von 225 Jahren erreichen und sind als Naturdenkmal geschützt.

 

Detlef Bielohlawek - Herbst - 2016

 

Nebel im Wald kommt gar nicht so häufig vor, wie ich anfangs dachte. Auch wenn im freien Feld dicker Nebel herrscht, muss er nicht unbedingt auch im Wald vorkommen. Das ist meine Erfahrung aus dem Herbst 2016. Zu dicht darf der Nebel dann auch wieder nicht sein. Mehrfach bin ich in den Bechtheimer Wald gegangen, bis ich mit der Wettersituation zufrieden war und  mir diese Aufnahme gelang.

 

Thomas Stockhausen - Tiergarten Idstein - 2018

 

Martin Fabjancic - Blätterwerk im Herbst - 2017

 

Holger Ströder - Winterwonderland - 2017

 

Ein toller Wintertag im Schwarzwald auf dem Lotharpfad. Natur - nach einem Sturm - sich selbst überlassen. Ein kleiner Pfad führt durch den tief verschneiten, jungen Wald und am Ende ist man froh, wenn man bei einer heißen Tasse Tee wieder im warmen Wohnzimmer sitzen kann.

 


Vom 24. März bis zum 21. Oktober hingen die Bilder der 2. Ausstellung der Fotofreunde in der Helios-Klinik.

Das Thema lautete "Wasser" und wurde in ganz unterschiedlichen Interpretationen dargestellt.

Wolfgang Freihen, Taucher in Verzasca

Das analog in einem Schweizer Fluss aufgenommene Bild wurde digital umgesetzt. Ursprungsformat 6x6 cm auf Ektachrome 64, Kamera Rolleiflex SL 66 und Fisheye-Ojektiv F-Distagon 1:3,5, f=30 mm im Aquamarin-Gehäuse.


Peter Sachs, Inch-Beach 2017

Es ist kühl, wir haben unsere warmen Softshell-Jacken an und gehen am Strand spazieren. Drei „einsame“ Surfer gehen mit Ihren Boards zum Meer. Die trübe Stimmung mit Dunst und tiefen Wolken, das Meeresrauschen und die Spiegelung der Surfer haben mich zu dem Foto bewegt.


Georg Bast, Wasserperle 2015

Interessante Motive findet man auch direkt vor der Haustür: nach dem Regen hat sich am Gehweg eine Pfütze gebildet, auf die durch den Wind vom benachbarten Vorgarten ein kleines Blatt geweht war. Ein weiterer Schauer  - von denen hatten wir in den letzten Jahren ja genug - sorgte für einen Tropfen auf dem kleinen Blatt, so dass diese Wasseraufnahme entstehen konnte. Das ganze Ensemble ist durch die Natur entstanden und wurde von mir so vorgefunden, nichts wurde manipuliert.


Wolfgang Schneider, Wörsbach bei Gnadenthal 2018

Der Wörsbach als fotografisches Highlight zum Thema Wasser.

Der Wörsbach entspringt nahe der Stadt Idstein. Ehe er bei Niederbrechenin in den Emsbach mündet, durchfließt der Wörsbach die Stadt Idstein, den Idsteiner Stadtteil Wörsdorf, Wallrabenstein, Kloster Gnadenthal, Dauborn und Brechen-Werschau um sich dann weiter auf den Weg zur Lahn zu machen.

Das Wasser des Wörsbaches trieb früher viele Wassermühlen. 
Der hier dargestellte Wasserfall befindet sich nahe Beuerbach neben dem Waldwanderweg zwischen Wallrabenstein und dem Hofgut Gnadenthal bei Dauborn.
 Die Aufnahme entstand in Regenzeiten zu denen der Wasserfall gefüllt ist. Durch einen parallelen Nebenarm fließt das Wasser in regenarmen Zeiten ab, so dass der Wasserfluß am Wasserfall eine nicht alltägliche Erscheinung ist.
Bei der Aufnahme handelt es sich um eine Langzeitbelichtung die das Wasser im Schatten des Lichtes auf wunderbare Weise weichzeichnet.

Dieter Conradi, Nebel 2017
An einem sonnigen Herbsttag in Idstein im Oktober 2017 sind wir zu einer Fahrt in den Rheingau aufgebrochen, wo wir in dickem Nebel ankamen. Auch die Auffahrt mit der Rüdesheimer Seilbahn brachte uns die Sonne nicht wieder, aber die Luftfeuchte hatte auch ihre Reize.

Patricia Bastian-Geib, Laguna bei Tindari - Sizilien 2017
Frühe Morgenspaziergänge mit dem Hund. Eintauchen in eine Welt, an der alle anderen
äußeren und inneren Realitäten abprallen. Über der Bucht wabert eine eigenartige
Stimmung. Das noch sanfte Licht umschmeichelt jeden Grashalm, jeden Stein. Windstille.
Betörend umschmeichelt mich der würzige Duft der Kräuter. In den steilen Felswänden
nisten Möwen. Sie kreisen und kreischen. Wie harmlos klingt dagegen das melodische Lied
der Meise. Spiegelglatt stellen die Lagunen die Landschaft auf den Kopf. Doppelbilder.
Doppelt schön. Kaum auszuhalten. Versponnen in einen Glückskokon, kehre ich zurück. Erst
nach der zweiten Tasse Kaffee bin ich bereit zur Landung in dieser anderen Wirklichkeit.

Peter Geib, Masuren 2007
Masuren. Seen, Seen und nochmals Seen.
Jeder streichelt die Seele auf eine andere Weise.
Wolken spiegeln sich und streifen das Ufer.
Stille. Nur das Surren der Libellen ist zu hören.
Wind kommt auf und kräuselt kleine Inseln auf das Wasser.
Regennaß tropft der angrenzende Wald.
Jetzt bellt irgendwo ein Hund.

Holger Ströder, Los Herviderios - Timanfaya Nationalpark Lanzarote 2014

Der Wind pfeift mit 6-7 Windstärken und treibt Wellen an die schroffe Lavaküste, die dann spektakulär dort brechen. Im Hintergrund die Kette der Vulkankegel von den Ausbrüchen aus dem 18 Jahrhundert, deren Lavaströme hier ins Meer geflossen sind. Dazwischen der Mensch in seiner Ohnmacht gegenüber diesen Naturgewalten. Das ist Lanzarote!


Martin Fabjancic, Wasserspiel - Koblenz Festungsleuchten 2017

 


Thomas Stockhausen, Kanüle mit Tropfen - 2018



Am 10.11.2017 eröffnen die Fotofreunde Idstein ihre erste Ausstellung in der Helios-Klinik Idstein. Interessierte können sich die Bilder dort sechs Monate lang anschauen.

Das Motto der ersten Ausstellung lautete "Idstein im Wandel der Jahreszeiten". Die Fotografen und ihre Bilder stellen wir Ihnen hier vor.

Bernd Zimmermann, Kreuzgasse, 2013

 

Fotografiert auf einer Stadtführung zeigt das Bild einen Blick durch die Kreuzgasse in Idstein. Mich hat der krumme Balken vom Haus im Vordergrund angesprochen.


Detlef Bielohlawek, Hexenturm, 2017

 

Weit offen...
...damit die Schülerinnen und Schüler des Schlossgymnasiums nach dem Unterricht nach Hause strömen können. Ob dabei der schöne Blick auf den Hexenturm noch wahrgenommen wird?


Patrizia Klossek, Frühling, 2016

 

Schon als ich Idstein nur vom Jazz-Festival her kannte und in Bruchköbel wohnte, wollte ich diese wunderschöne Stadt fotografieren. Der Leiter des dortigen Fototeams - er kommt aus Idstein - schlug vor, das unbedingt dann zu machen, wenn der Raps blüht. Jahre später - mittlerweile lebe ich hier - hatte ich endlich die Gelegenheit dazu, auf meinem Lieblingsweg 'Rund um den Hexenturm'.


Peter Schützel, Winterabend, 2012

 

An einem kalten, sonnigen Winterabend führte mich mein Weg - wie zuvor schon so oft - hinauf zur Emser Straße. Der Blick von dort über Idstein zeigt die Altstadt in immer wieder anderem, interessantem Licht. Das warme Seitenlicht der untergehenden Sonne ließ die weiß aufsteigenden Rauchfahnen über den Kaminen leuchten.
Ich fühlte mich in eine vergangene Epoche zurück versetzt und wollte dies im Bild festhalten.


Mandy Heckerle, Hexenturm im Abendrot, 2017

 

Nach 15 Jahren Fotopause nahm ich die Kamera mal wieder in die Hand, darüber nachdenkend, dass ich auch schon genau so lange in dieser wunderschönen Stadt lebe. Wenn ich Menschen von Idstein erzähle, habe ich oft genau dieses Bild vor Augen. Ich liebe diese Stadt, welche im Abendlicht einfach noch mal ihren ganz besonderen Charme hat. Mit den Fotofreunden Idstein bekam ich sowohl die Möglichkeit, Idstein aus dem Schloss heraus zur blauen Stunde abzulichten, als auch generell meine Leidenschaft für das Fotografieren wieder entdecken zu dürfen.


Holger Ströder, Fenster in die Vergangenheit, 2013

 

Die Idee zu „Fenster in die Vergangenheit“ kam mir beim Anblick einer alten Ansichtskarte von Idstein. Sie kombiniert eine alte und eine neue Aufnahme und ermöglicht so dem Betrachter einen Blick in die Vergangenheit Idsteins. Dazu muss eine möglichst exakte Nachstellung einer teilweise hundert Jahre alte Fotografie gelingen. Die Überblendung von Neu nach Alt ermöglicht dann der Computer. Auf diese Art und Weise sind inzwischen mehr als fünfzig Aufnahmen entstanden, die die Veränderungen von Idstein in den letzten hundert Jahren widerspiegeln. Diese „Fenster in die Vergangenheit“ gibt es auch als Kalender für interessierte Idsteiner und Idstein Liebhaber.


Peter Geib, Hoch7 aus luftiger Höhe,


Georg Bast, Hexenturm im Frühling, 2007

 

Im Frühjahr 2006 lag ich ans Bett gefesselt im alten Idsteiner Krankenhaus oberhalb der Escher Straße und hatte all die Tage diesen wunderbaren Blick auf den Hexenturm und den blühenden Kirschbaum vor Augen. Leider hatte ich weder meine Kamera dabei noch durfte ich aufstehen. Sobald ich wieder laufen durfte, wollte ich diesen Blick aber fotografisch einfangen. Als es soweit war, hatte sich die Blütenpracht jedoch weitestgehend verabschiedet, so dass ich ein ganzes langes Jahr auf die nächste Gelegenheit warten musste. Doch ich habe dieses Motiv nicht vergessen und im April 2007 war es dann endlich im Kasten.


Martin Fabjancic, Idstein bei Nacht, 2016

 

Das Bild „Idstein bei Nacht“ zeigt aus der Perspektive des Übergangs vom Rathaus zum Rosengarten den zentralen Marktplatz in Idstein. Die durch die Laternen beleuchteten Fachwerkhäuser geben dem Platz seine Struktur. Rechts unten wacht der goldene Löwe über die beginnende nächtliche Ruhe des Platzes. Die Schwarzweiß-Aufnahme unterstreicht  einerseits die Wärme der stimmungsvollen Beleuchtung und andererseits die friedliche Atmosphäre des klaren Spätwinterabends. Für mich spiegelt sich in diesem Kontrast die schlummernde Beschaulichkeit und die anheimelnde Stimmung der Stadt wieder, die auf den Beginn des Frühlings wartet.


Thomas Stockhausen, Markplatz, 2017

 

Der Blick vorbei an den Fachwerkhäusern lässt in Gedanken an jene Zeiten verweilen, in denen Marktschreier, Spielmänner, Gaukler und Feuerschlucker durch die Gassen zogen. Hier zeigte sich ein wildes Treiben, Marktstände, umherschwirrende Kaufwillige und laut debatierende Männer, die um den Preis des angepriesenen Viehs verhandelten. Die Fassaden zeugen noch von jener Zeit.

 

Heute sind sie Einladung zu einem Kaffee oder Tee, dem Besuch eines Buchhändlers oder dem Stöbern nach kleinen Geschenken. Und wenn man so durch die Gassen zieht, findet sich immer wieder ein Geschenk der Geschichte. Vergangenheit und Gegenwart vereinigen sich und begleiten uns in die Zukunft.